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Superfood Statt food waste

Dunkelgelb, angenehm süß, voller Vitamine – kein Wunder, dass Mangos so beliebt sind. Was auf den europäischen Markt kommt, schmeckt jedoch oft fade. In den Anbauländern unreif geerntet, entwickeln die Mangos nicht mehr ihr volles Aroma, die Sonne fehlt.

Yvonne Otieno, Chefin von Miyonga in Kenias Machakos County, hat die Lösung:

getrocknete Mangostreifen und -Fruchtpulver. Es verleiht nicht nur zig Gerichten einen authentischen Mangogeschmack, es trägt auch zum Lösen wirtschaftlicher und sozialer Probleme in Otienos Heimat bei. Wie das funktioniert?

„Ich führe kein Unternehmen“ sagt sie. „Ich kämpfe gegen Lebensmittelverschwendung.“ Früher arbeitete Otieno als PR-Expertin für internationale Hilfsorganisationen, irgendwann wollte sie selbst etwas auf die Beine stellen, das Kenias Entwicklung voran treibt. In einem Problem fand sie ihre Geschäftschance: Lebensmittelverschwendung – ‚food waste‘. Wie in vielen anderen afrikanischen Ländern landet in Kenia Jahr für Jahr ein großer Teil der für den Export erzeugten Nahrungsmittel auf dem Müll. „Etwa 40 Prozent der Früchte und des Gemüses schafft es nicht in die Lieferkette, weil die Ware als minderwertig gilt“, sagt Otieno. „Sieht die Ware nicht perfekt aus, hat eine Mango nur einen kleinen Makel, wird sie spätestens vom internationalen Einkäufer aussortiert, ein Großteil verrottet bereits auf der Farm.“

Strikte Marktnormen – wenig Einkommen

Neben den Lebensmitteln selbst werden auch wertvolle Ressourcen für den Anbau, für Verpackung und Transport vergeudet. Die strikten Normen des Marktes bedeuten für Kenias viele kleine Landwirte und für lokale Zwischenhändler massive Einkommensverluste. Weniger Einkommen wiederum bedeutet weniger Chancen für die Entwicklung des Landes, Familien fehlt das Geld für Schulgebühren und Ausbildung der Kinder, für Transportmittel und für gute Gesundheitsversorgung. Obwohl Kenia immer stärker unter Klimawandel und Dürren leidet, leben mehr als 80 Prozent der Menschen von der Landwirtschaft, mit 32 Prozent des Bruttonationalprodukts ist sie das Rückgrat der kenianischen Wirtschaft.

Für Otieno stand schnell fest was den Landwirten fehlte.

„Sie haben nicht das Wissen und nicht die Technik, um ihre Rohstoffe weiter zu verarbeiten, als reine Rohstoffproduzenten sind sie komplett von den Vorgaben des globalen Marktes abhängig.“ Ihr Unternehmen Miyonga, gegründet 2015 zusammen mit Ihrer Schwester Dorothy füllt die Lücke. Otieno und ihr 9-Mitarbeiter-Team bieten Landwirten Hilfe beim Veredeln der Ware: Sie schulen beim Verarbeiten mit modernen Maschinen, sie beraten bei Anbautechniken und nötigen Zertifikaten, sie agieren als Handelspartner. Aus ausgemusterten Mangos, Bananen, Ananas und Kokosnuss werden nun aromatische Trockenfrüchte und Fruchtpulver mit attraktivem Potenzial für den internationalen Markt.

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